Unsere Landwirtschaft lebt von den Menschen, die täglich auf den Höfen arbeiten. Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern OÖ treten bei der Landwirtschaftskammerwahl 2027 für eine Landwirtschaft ein, die Arbeit wertschätzt, soziale Sicherheit stärkt und Konsument Klarheit über die Herkunft ihrer Lebensmittel gibt.
Ein Bauernhof besteht aus mehr als Grund, Gebäuden und Maschinen. Hinter jedem Betrieb stehen Menschen, die früh aufstehen, Verantwortung übernehmen und tagtäglich dafür sorgen, dass hochwertige Lebensmittel produziert und unsere Kulturlandschaft gepflegt wird.
Gerade kleinere und arbeitsintensive Familienbetriebe stehen dabei zunehmend unter Druck. Steigende Kosten, Bürokratie und unsichere Einkommen machen die Arbeit am Hof schwieriger. Gleichzeitig berücksichtigt unser Fördersystem vielfach noch immer stärker die bewirtschaftete Fläche als die tatsächlich geleistete Arbeit.
Wir wollen das ändern.
1. Keine Mehrfachbelastung für Nebenerwerbslandwirt
Viele Bäuerinnen und Bauern arbeiten zusätzlich unselbstständig, um ihren Betrieb wirtschaftlich abzusichern. Dadurch können sie gleichzeitig über die ÖGK und die SVS pflichtversichert sein.
Wir fordern eine faire Abstimmung zwischen ÖGK und SVS, damit Nebenerwerbslandwirt:innen durch ihre landwirtschaftliche Tätigkeit nicht unverhältnismäßig zusätzlich belastet werden. Die soziale Absicherung muss sich stärker an der tatsächlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der geleisteten Arbeit orientieren.
Wer arbeitet, darf nicht durch mehrere Standbeine überproportional belastet werden.
2. Arbeitskraftbezogene Direktzahlungen
Unser Fördersystem muss stärker berücksichtigen, wer tatsächlich auf einem Betrieb arbeitet.
Arbeitsintensive Familienbetriebe leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensmittelversorgung, zur Pflege unserer Kulturlandschaft und zur regionalen Wirtschaft. Trotzdem entscheidet vielfach die bewirtschaftete Fläche stärker über die Höhe der Unterstützung als die tatsächliche Arbeitsleistung.
Wir fordern daher eine stärkere Ausrichtung der Direktzahlungen an der Arbeitskraft. Nicht nur Hektar und Besitz sollen zählen – auch Arbeit, Leistung und der Beitrag zur regionalen Landwirtschaft müssen entsprechend berücksichtigt werden.
Nicht nur Hektar zählen. Arbeit muss sich lohnen.
3. Klare Herkunftskennzeichnung auch in der Gastronomie
Wer sich für heimische Lebensmittel entscheidet, muss auch wissen können, woher sie kommen.
Wir fordern daher eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung auch in der Gastronomie. Konsument:innen sollen nachvollziehen können, woher zentrale Lebensmittel wie Fleisch, Milch oder Eier stammen.
Eine klare Kennzeichnung schafft Transparenz für Konsument:innen und stärkt gleichzeitig jene Bäuerinnen und Bauern, die hochwertige Lebensmittel in Österreich produzieren. Sie sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen und stärkt regionale Wertschöpfung.
Herkunft muss auf den Tisch – auch im Wirtshaus.
Landwirtschaftspolitik muss die Menschen in den Mittelpunkt stellen
Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern OÖ stehen für eine Landwirtschaftspolitik, bei der nicht nur Fläche und Besitz, sondern vor allem die Menschen und ihre Arbeit zählen.
Wir wollen bessere soziale Absicherung für Bäuerinnen und Bauern, faire Rahmenbedingungen für Nebenerwerbslandwirt:innen, eine gerechtere Verteilung der Agrarförderungen und mehr Transparenz für Konsument:innen.
Für eine Landwirtschaft, die den Menschen Sicherheit gibt. Für starke Familienbetriebe. Für faire Bedingungen.
Bei der Landwirtschaftskammerwahl 2027: SPÖ Bäuerinnen und Bauern.